Was bringt der zweite Entwurf des Zielfahrplans 2030+ zur Neubaustrecke Bielefeld – Hannover?

Links auf einen Blick:
Zweiter Entwurf Zielfahrplan 2030+ Fernverkehr
Zweiter Entwurf Zielfahrplan 2030+ Grafik SPNV Nord
Zweiter Entwurf Zielfahrplan 2030+ Grafik SPNV NRW
Zweiter Entwurf Zielfahrplan 2030+ Grafik Güterverkehr Nord
Bericht zum Zweiten Entwurf Seite 12 und 17

Gesamtprojekt Berlin – Rhein-Ruhr

Eine Neubaustrecke Bielefeld – Hannover ist Teil eines Gesamtprojekts mit dieser Beschreibung (Quelle: Seite 17 des Berichts)
Gesamtprojekt

ABS/NBS Hamm – Hannover (300 km/h) und Wolfsburg – Berlin (300 km/h) sichert Eigenwirtschaftlichkeit eines Halbstundentaktes NRW – Berlin
–Beschleunigung NRW – Berlin
–Durchgehende ABS/NBS Hamm – Seelze
–Ertüchtigung der Güterbahn für den RV (160 km/h)
–Ausbau des Knotens Hamm

Damit ist klar, dass der Einsatz von 300 km/h schnellen Fahrzeugen Voraussetzung für die Realisierung der Neubaustrecke einschließlich der Ausbauten zwischen Bielefeld und Hamm und der Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit zwischen Wolfsburg und Berlin durch neue Signaltechnik ist.

Trassenverlauf

Zum Trassenverlauf gibt es widersprüchliche Hinweise auf dem Blatt, das den Zielfahrplan-Entwurf für Niedersachsen zeigt.
Hier ist (wie schon im ersten Entwurf) eingezeichnet, dass die Hochgeschwindigkeitszüge durch Stadthagen fahren sollen.
Weiterhin sagt die Einzeichnung, dass die Fernzüge von Minden in Stadthagen auf die Neubaustrecke wechseln sollen. Der dadurch resultierende Fahrzeitgewinn gegenüber der heutigen Fahrzeit beträgt 5 bis 6 Minuten (heute 31 bis 32 Minuten, Zielfahrplan 2030+: 26 Minuten).

Der damit zugrunde gelegte Trassenverlauf trifft auf große Vorbehalte im Raum Bückeburg. Ein erster Einblick in die regionalen Gegebenheiten lässt erkennen, dass eine Trassenführung für 300 km/h im Raum Stadthagen / Bückeburg extrem anspruchsvoll ist und Zweifel an der Realisierbarkeit berechtigt sind.

Eine Bewertung dieses Teils des Zielfahrplans 2030+ finden Sie hier.

Fahrplankonzept für die Neubaustrecke

Vorgesehen sind für die Neubaustrecke Hannover – Bielefeld

  • Halbstündlich Hochgeschwindigkeitszüge Berlin – Hamm, abwechselnd nach Köln und Düsseldorf (FV 10 un FV 47)
  • Zweistündlich Hochgeschwindigkeitszug als Sprinter (FV 92) Berlin – Düsseldorf – Köln.

Mithin 2,5 Züge je Stunde und Richtung.

Vorgesehen sind für die Neubaustrecke Hannover – Stadthagen

  • Fernverkehrszüge stündlich, abwechselnd nach Amsterdam und Köln (FV 34/35).

Insgesamt 3,5 Züge je Stunde und Richtung.
Diese Züge müssen mindestens 200 km/h schnell fahren, um den Zeitvorteil zu realisieren. Für die Verbindung nach Amsterdam sind 230 km/h schnelle Talgo-Züge vorgesehen. Die derzeit zwischen Köln und Dresden verkehrenden Doppelstockzüge erreichen nur 160 km/h und müssten abgelöst werden. Diese Veränderung ist Bestandteil des Gutachtenentwurfs (Seite 12 des Berichts).

Fahrplankonzept für die Bestandsstrecke

Die umfangreichen Veränderungen, die vorgeschlagen werden, sind aus den Fahrplanblättern Nord und NRW ersichtlich.
Für den Abschnitt Minden – Hannover fällt ein zusätzlicher zweistündlicher Regionalexpress Hannover – Bielefeld sowie eine Verdichtung des Regionalexpress Hannover – Osnabrück auf Stundentakt auf.

 

Haben Sie Fragen, die hier nicht beantwortet werden?
Schreiben Sie an frage@neubaustrecke-bielefeld-hannover.de.