Das Projekt

Neubaustrecke Bielefeld – Hannover

und

Schnellfahrstrecke Bielefeld – Hamm

Aktuell: Ferlemann bestätigt Planung Neubaustrecke Bielefeld – Hannover für den Deutschland-Takt

Eine Neubaustrecke Bielefeld – Hannover und eine Schnellfahrstrecke Bielefeld – Hamm ist Inhalt des Zielfahrplans 2030+. Am 9. Oktober 2018 hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer den ersten Entwurf dieses Zielfahrplans 2030+ vorgestellt. Dieser Zielfahrplan 2030+ schlägt einige neue Schnellfahrstrecken und Neubaustrecken vor, die bisher nicht im Bundesverkehrswegeplan enthalten sind, darunter auch, dass von Hannover über Bielefeld auf einer Neubaustrecke und von Bielefeld bis Hamm auf einer Schnellfahrstrecke mit 300 km/h gefahren werden soll.
Dieses Projekt ist entscheidend für die Zukunft des Korridors zwischen Berlin und Rhein/Ruhr.

Wenn diese Neubaustrecke nicht in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird, dann bleibt es langfristig beim heutigen Fahrplan und einem Engpass zwischen Minden und Wunstorf.

Warum? Dazu lesen Sie hier mehr.

Der Zielfahrplan 2030+ enthält nur Daten über Fahrzeiten. Einige erläuternde Hinweise gibt es in einer Präsentation. Diese Informationen genügen nicht, die vielen Fragen zur Neubaustrecke und Schnellfahrstrecke Hannover – Bielefeld – Hamm zu beantworten. Diese Website möchte Sie daher umfassend informieren, damit Sie das Projekt verstehen und bewerten können. Wie die Sie Stellungnahmen von Kritikern einordnen und bewerten können, dazu finden Sie hier weiterführende Hinweise.

 

Die wichtigsten Antworten zur Neubaustrecke Bielefeld – Hannover und Schnellfahrstrecke Bielefeld – Hamm

Der gesamte Fahrplan für Deutschland soll nach dem Bedingungen eines Deutschland-Taktes geordnet werden. Damit der Deutschland-Takt für alle Regionen Vorteile bringt, sind Vorschläge für Neubaustrecken und Schnellfahrstrecken erforderlich, die es möglich machen, von einer Station zur nächsten in einer Fahrzeit von 30 oder 60 Minuten zu gelangen. So entstehen kurze Umsteigezeiten in alle Richtungen. Ein solches System nennt man „integraler Taktfahrplan“. Dieses Taktsystem besteht seit Jahren schon in der Schweiz. Dort heißt das Projekt “Bahn 2000″.
Der Fahrplan soll vorgeben, wo in welcher Qualität gebaut werden muss, damit ein optimales Ergebnis auch für die Region erzielt wird. Diesen Anspruch erfüllt der Zielfahrplan 2030+

Die Idee einer Neubaustrecke Bielefeld – Hannover und Schnellfahrstrecke Bielefeld – Hamm verbinden die Knoten Hamm und Bielefeld in weniger als 60 Minuten, so dass in Hannover und Hamm alle wichtigen Anschlüsse erreicht werden können. Das Projekt einer Neubaustrecke von Hannover nur bis Porta Westfalica, die erst vor kurzer Zeit in den „Bundesverkehrswegeplan 2030″ aufgenommen wurde, noch einmal auf den Prüfstand gestellt. Ergebnis: Mit dem Projekt des Bundesverkehrswegeplans entsteht keine Verbindung zwischen den Knoten Hannover und Hamm, die Fahrzeitverkürzung verpufft.

Der bessereVorschlag liegt nun als „Zielfahrplan 2030+” vor. Es ist zunächst ein Gutachten im Auftrag des Bundesverkehrsministers, das dieskutiert werden soll und Grundlage für eine Änderung des Bundesverkehrswegeplans werden soll.
Wo genau diese Neubaustrecke verlaufen soll, wird erst im Rahmen eines Bürgerdialogs entwickelt. Nur die Eckpunkte stehen fest sowie die Fahrzeit, die zwischen Bielefeld und Hannover ermöglicht werden soll.

Neubaustrecke Bielefeld - Hannover Karte Bürgerdialog

Die Initiative Deutschland-Takt hat über zehn Jahre für dieses Gutachten politische Überzeugungsarbeit geleistet.
Die Neubaustrecke von Hannover bis Bielefeld soll zusammen mit anderen Maßnahmen die Fahrzeit von Köln und Düsseldorf nach Berlin um eine halbe Stunde auf etwas mehr als dreieinhalb Stunden verkürzen. Diese Fahrzeitverkürzung soll dadurch erreicht werden, dass auf der Gesamtstrecke Fahrzeuge für 300 km/h eingesetzt werden. Zugleich sieht das Gutachten vor, dass alle Halte in Ostwestfalen sowohl für den ICE wie für den Intercity erhalten bleiben. Die Deutsche Bahn AG möchte hingegen Fahrzeitverkürzungen sofort dadurch erreichen, dass sie in Ostwestfalen-Lippe ohne Halt durchfährt. Solchen Plänen erteilen die Gutachter eine Absage.
Antworten auf Ihre Fragen zur Neubaustrecke und Schnellfahrstrecke finden Sie auf den weiteren Seiten über diesen Link.
Die Original-Unterlagen zum Gutachten finden sie auf der Aktuell-Seite.

Das Problem im Bild

Neubaustrecke Porta-Tunnel ja oder nein

Der Blick auf Porta vom Kaiser-Wilhelm-Denkmal über die Weser auf das Wesergebirge zeigt die Problematik: Im Vordergrund der Bahnhof Porta Westfalica mit der vorhandenen Strecke, auf der keine hohen Geschwindigkeiten möglich sind. Die von West nach Ost führende Bahnlinie Bielefeld – Hannover nutzt den in Nord-Süd-Richtung liegenden Durchbruch der Weser. Links in Blickrichtung liegt Minden, nach halbrechts schaut man in das Wesertal Richtung Hameln, während die Bahnlinie nach rechts um den Berg herum nach Südosten nach Bad Oeynhausen und Bielefeld führt.
Nach dem Entwurf des Bundesverkehrswegeplans sollte eine Neubaustrecke durch den Berg im Vordergrund führen und halbrechts in die Bestandsstrecke münden. Der Zielfahrplan 2030+ schlägt nun vor, die Neubaustrecke bis Bielefeld zu führen. Sie würde die Weser dann weiter im Hintergrund überqueren.