Antworten zur Schnellfahrstrecke Bielefeld – Hamm

Was beinhaltet der Vorschlag einer Schnellfahrstrecke Bielefeld – Hamm?

Vorgeschlagen als Teil des Ausbaues der Verbindung Berlin – Rhein/Ruhr ist,

  • die Fahrzeit zwischen Bielefeld und Hamm um 5 Minuten zu verkürzen,
  • zwei der vier Gleise zwischen Bielefeld und Hamm mit 300 km/h statt bisher mit 200 km/h zu fahren
  • die anderen zwei Gleise dem Regional- und Güterverkehr vorzubehalten und für 160 km/h auszubauen.

Kann ein ICE tatsächlich auf dieser Strecke 300 km/h fahren?

Ja, das wurde bei einer Rekordfahrt schon 1985 getestet. Es wurden über 300 km/h erreicht. Dafür wurde der ICE Experimental eingesetzt, der Prototyp der ersten ICE-Serie.

Welche Voraussetzungen müssen für 300 km/h geschaffen werden?

Dafür müssen die Gleise in den nötigen Zustand gebracht werden und die neueste Signaltechnik verwendet werden.
Außerdem dürfen die Züge nicht direkt an Bahnsteigen entlangfahren. Der Abstand von einem Gleis zwischen Bahnsteig und einem schnell fahrenden Zug genügt aber. Auf den Bahnhöfen Montabaur und Limburg Süd kann man ausprobieren, wie es sich anfühlt, wenn ein ICE mit 300 km/h vorbeifährt und nur ein Gleis zwischen Bahnsteig und Zug liegt – dieser Abstand genügt.

Sind 300 km/h möglich, ohne die Bahnhöfe und Bahnsteige völlig umzubauen?

Es kommt darauf an, welches Gleispaar für welche Züge genutzt werden soll.
Wenn tatsächlich, wie es gemäß Maßnahmenliste vorgesehen, die heutigen ICE-Gleise für 300 km/h genutzt werden sollen, dann sind Umbauten unvermeidbar. Dieses Konzept wird auch bereits von Maßnahmen verfolgt, die im Rahmen des Konzepts „Robustes Netz“ geplant sind. Die Unterlagen dazu sind hier zu finden (Anlage S. 35 ff.).
Die Weiterentwicklung des Projekts würde die Maßnahmen erfordern, die aus dieser Skizze ersichtlich sind. Die außer Betrieb zu nehmenden Bahnsteige bzw. Bahnsteigkanten sind wegen der Vorbeifahrt mit 300 km/h entsprechend abzusichern.

Müssen im Bielefelder Hauptbahnhof die Bahnsteige völlig neu gebaut werden?

Nein, aber Anpassungsmaßnahmen sind notwendig. Eine genaue Studie über die Bahnsteigbelegung hat ergeben, dass auftretende Probleme mit geringem Aufwand lösbar sind.
Gleiaplan Bielefeld - Hamm

Regionalzüge müssen dann auf den gleichen Gleisen fahren wie die Güterzüge. Ist das sinnvoll?

Ja. Denn die Regionalzüge zwischen Bielefeld und Hamm erreichen über 90 km/h Reisegeschwindigkeit (Durchschnittsgeschwindigkeit vom Start zum Ziel). Güterzüge fahren kaum schneller. Wer es schon einmal erlebt hat, mit dem Regionalexpress parallel zu einem Güterzug zu fahren, wird darüber gestaunt haben: Immer, wenn der Regionalzug in einer Station steht, fährt der Güterzug vorbei, und auf freier Strecke überholt dann der Regionalzug den Güterzug. Das geht von Station zu Station so weiter.

In der gleichen Geschwindigkeit wie die Regionalzüge können je Stunde und Richtung 4 Güterzüge verkehren. Die Anzahl der Güterzüge ist durch die Belegung des Abschnitts Bielefeld – Brackwede eingeschränkt. In diesem Abschnitt wird eine sehr hohe Auslastung mit 12 Zügen je Stunde erreicht.

Können alle Güterzüge auf der „Güterbahn“ fahren?

Nein. Der Zielfahrplan 2030+ sieht  mehr als 7 Güterzüge je Stunde und Richtung vor. Damit wäre der Abschnitt der Gütergleise von Bielefeld bis Brackwede überlastet. Daher sieht der Deutschlandtakt vor, dass die schnelleren Güterzüge (120 km/h) auf den „Personengleisen“ fahren. Eine Studie anhand eines Bildfahrplans lässt erkennen, das je Stunde und Richtung 5 Güterzüge verkehren können, wenn in Rheda-Wiedenbrück und Neubeckum Überholgleise zur Verfügung stehen (siehe Skizze oben). Diese Berechnung geht von einer Zugfolge von 5 Minuten aus. ETCS-Signaltechnik kann eine dichtere Zugfolge möglich machen.

Welches Problem verursacht der ICE heute?

Das Problem ist der große Unterschied der Geschwindigkeiten. Wenn ICE und Regionalexpress halbstündlich fahren, dann ist die Strecke von Hamm nach Bielefeld voll ausgelastet. Jeder weitere Zug würde nur gefahren werden können, wenn er einen anderen Zug überholt. Überholen heißt aber: Zur Seite fahren, warten, bis der schnellere Zug vorbei ist. Ist der ICE verspätet, so bekommt der Regionalexpress auch Verspätung, weil er zur Seite fahren muss? Ist der Regionalzug verspätet, so muss der ICE langsam hinterherfahren, bis der Regionalzug ausweichen kann? Alles das führt heute dazu, dass der Verkehr nicht pünktlich genug ist.
Wenn der Regionalexpress hingegen zusammen mit den Güterzügen fährt, ist die Strecke erst mit zehn bis zwölf Zügen je Stunde ausgelastet. Allein das schafft neue Möglichkeiten. Zwischen zwei sehr schnellen ICE ist noch genügend Luft, dass zusätzlich noch ein Intercity und auf kurzen Abschnitten sogar Regionalzüge dazwischen passen.

Bringt der Vorschlag weitere Vorteile?

Ja. Stündlich soll ein dritter Regionalzug zwischen Bielefeld und Hamm fahren. Das sieht der Zielfahrplan 2030+ vor. Auf wird es möglich, weitere Regionalzüge in der Verkehrsspitze am Morgen einzusetzen. Dann fährt statt eines Güterzuges ein Zug für Fahrgäste. Das geht heute nicht, weil sich ICE und Regionalzug in die Quere kommen. Der ICE kann auf dem Gütergleise nicht schnell genug fahren. Der Regionalzug kann dort zwar fahren, aber nicht halten, weil es keine Bahnsteige gibt.
Der Zweckverband NWL hat seine Vorstellungen über die so möglichen Verbesserungen bereits erfolgreich in den Deutschlandtakt eingebracht.

Kann die Bahn die Strecke einfach so umbauen?

Nein, es ist ein Planfeststellungsverfahren notwendig. Zu diesem können die Bürger Einwendungen vortragen, die berücksichtigt werden müssen.

Wie steht es um den Lärmschutz?

Da eine wesentliche Änderung der Nutzung erfolgt, muss der Schallschutz wie bei8 einer Neubaustrecke gewährleistet werden. Mithin verbessert der Ausbau den Lärmschutz. Mehr zum Schallschutz erfahren sie hier.

Haben Sie Fragen, die hier nicht beantwortet werden?
Schreiben Sie an frage@neubaustrecke-bielefeld-hannover.de.

Antworten zum Regional- und Nahverkehr

Was bedeutet eine Neubaustrecke Bielefeld – Hannover für den Regional- und Nahverkehr?

Der dritte Entwurf des Zielfahrplan 2030+ beruht auf einer intensiven Zusammenarbeit der Gutachter mit den Bestellern des Nahverkehrs. Dies sind in NRW die Aufgabenträger VRR und NWL, in Niedersachsen die LNVG. Die Zielvorstellungen der Aufgabenträger wurden in den Fahrplan eingearbeitet und mit den Vorgaben des Fernverkehrs konfliktfrei gestaltet.

Unterschiedliche Strategien in Niedersachsen und NRW

Für den informierten Betrachter wird eine sehr unterschiedliche Strategie der Aufgabenträger in NRW und in Niedersachsen ersichtlich.
In NRW wird eine Vorwärtsstrategie für den Nah- und Regionalverkehr verfolgt, was in Projekten wie „Rhein-Ruhr-Express“, „S-Bahn Münsterland“ und „S-Bahn Ostwestfalen-Lippe“ zum Ausdruck bringt. Landesweit gelten seit zwei Jahrzehnten Verbundtarife und ein Landestarif, die an Start und Ziel die Weiterfahrt mit Bahnen und Bussen einschließt. Ein Kompetenzcenter Integraler Takt arbeitet ständig an der Verbesserung der Infrastruktur für den integralen Taktfahrplan. Reaktivierungen werden aktiv vorangetrieben, so wird zurzeit eine Machbarkeit der Reaktivierung der Mindener Kreisbahn im Abschnitt Minden – Hille untersucht. Hintergrund ist der Umstand, dass die Besteller des Nahverkehrs kommunale Zweckverbände sind, so dass die Zusammenarbeit zwischen. Städten und Landkreisen für den öffentlichen Verkehr auf einem hohen Stand ist.
In Niedersachsen ist  die Entwicklung viel zurückhaltender. Landesweite Verbundtarife sind unbekannt, ein Landestarif wurde erst kürzlich eingeführt. Den Schienen-Nahverkehr um größte Teil des Landes wird von der LNVG verantwortet, einer Gesellschaft des Landes, an der Landkreise und Städte nicht beteiligt sind. Dennoch ist die Zuständigkeit zersplittert, denn für die Großräume Hannover und Braunschweig bestehen eigene Aufgabenträger.
Dies schlägt sich auch im Zielfahrplan 2030+ nieder. Die Aufgabenträger in NRW haben ihre offensiven Vorstellungen weitgehend in den Zielfahrplan eingebracht und Freiräume für Verbesserungen genutzt. Viele Verbesserungen, die im Zielfahrplan für die Zeit nach 2030 stehen, werden schon in den nächsten Jahren umgesetzt, sobald die Infrastruktur das möglich macht.
In Niedersachsen herrscht hingegen vor allem in dem betroffenen Abschnitt Minden – Hannover Stillstand, hier wird der seit der EXPO 2000 unveränderte Fahrplan nur fortgeschrieben. Für die Nutzung der Kapazitäten für den Nahverkehr wurden keine Perspektiven entwickelt. Eine Reaktivierung der Bahnlinie Rinteln – Stadthagen wird derzeit von keiner staatlichen Stelle vorangetrieben.

Welche Perspektiven bietet eine Neubaustrecke für die Verbesserung des Nahverkehrs in Niedersachsen?

Da es in Niedersachsen derzeit keinerlei politisches Interesse an Verbesserungen gibt, haben die Fahrgastverbände PRO BAHN und VCD auch noch keine Vorstellungen dazu entwickelt. Dabei wäre viel möglich, so die Verlängerung des Rhein-Ruhr-Express RE 6 von Minden nach Hannover und die Verlängerung der S-Bahn Hannover auf eine reaktivierte Bahnlinie von Stadthagen bis Obernkirchen oder Rinteln. Es ist aber nicht Sache der Initiative Deutschlandtakt, die niedersächsische Politik „zum Jagen zu tragen“.

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Schreiben Sie an frage@neubaustrecke-bielefeld-hannover.de.

Antworten zu Gutachten und Gutachter

Was ist veröffentlicht worden?

Der erste Entwurf eines Gutachtens, der den gesamten Fahrplan für Deutschland nach dem Bedingungen eines Deutschlandtaktes ordnet und Vorschläge macht, wo gebaut werden muss, damit ein optimales Ergebnis auch für die Region erzielt wird. Daher wurde auch die Idee einer Neubaustrecke zwischen Hannover und Porta Westfalica auf den Prüfstand gestellt und ein fahrplantechnisch besserer Vorschlag gemacht.
Das Gutachten besteht aus einee Sammlung von grafischen Fahrplanblättern, zu denen es einige Erläuterungen in einer Präsentation gibt.

Wer hat den Auftrag gegeben?

Das Gutachten wird im Auftrage des Bundesverkehrsministeriums erstellt.

Wer hat das Gutachten erstattet?

Als Gutachter ist das Büro SMA und Partner AG in Zürich tätig. Es sind die Gutachter, die die größte Erfahrung haben und das Konzept „Bahn 2000“ der Schweiz erarbeitet haben, ein Fahrplan, der heute bereits Wirklichkeit ist. Daneben sind weitere namhafte Partner tätig.

Wer hat das Gutachten veranlasst?

Die Initiative Deutschlandtakt hat über zehn Jahre für diesen Auftrag politische Überzeugungsarbeit geleistet. Die Initiative Deutschlandtakt ist eine Gruppe von ehrenamtlichen Fachleuten, die unabhängig ist von den Eisenbahnunternehmen und der Politik. Mehr erfahren Sie hier.

Ist das Gutachten schon fertig?

Nein. Es ist ein erster Entwurf. Die Gutachter warten auf Reaktionen und eine gute fachliche Diskussion, um das Gutachten zu verbessern.

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Antworten zum integralen Taktfahrplan

Was ist der Deutschlandtakt?

Der Deutschlandtakt ist ein integraler Taktfahrplan für ganz Deutschland. Der Kern sind Knotenbahnhöfe, in denen sich Züge zur halben und vollen Stunde treffen und so kurze Fahrzeiten für alle Fahrgäste gewährleisten. Das soll für ganz Deutschland gelten. Der Deutschlandtakt schließt auch den Güterverkehr ein, damit auch Güterzüge gut vorankommen. Für diese Ansprüche müssen Engpässe beseitigt werden, neue Weichen und Gleise gebaut werden, aber genau da, wo es notwendig ist. Der Fernverkehr soll schneller werden, aber die Region soll davon profitieren.
Der Deutschlandtakt folgt dem Vorbild des Schweizer Taktfahrplans „Bahn 2000“.

Was ist ein integraler Taktfahrplan?

integraler Taktfahrplan

inen Taktfahrplan kennen wir von Straßenbahnen und Stadtbussen. Man kann sich die Abfahrtszeiten leicht merken. Der „integrale“ Taktfahrplan hat die Besonderheit, dass sich Züge zur vollen Stunde treffen. Fahre ich „viertel vor“ ab, dann komme ich aus der Gegenrichtung „viertel nach“ an. Treffen sich die Züge aller Linien zur vollen Stunde, dann ist es sinnvoll, dass sie sich im gleichen Bahnhof treffen, damit man umsteigen kann. So werden Fahrten mit Umsteigen kürzer und attraktive Verbindungen zahlreicher.

Gibt es in Ostwestfalen-Lippe schon einen integralen Taktfahrplan?

Ja. In Ostwestfalen-Lippe wird der Nahverkehr bereits seit mehr als 20 Jahren nach den Grundsätzen des integralen Taktfahrplans gestaltet. Es gibt schon sehr gute Beispiele für einen gelungenen integralen Taktfahrplan:
Herford zur halben Stunde
Minden zur vollen Stunde
Oerlinghausen zur halben und vollen Stunde
Halle (Westfalen) zur halben Stunde
Bünde zu den Minuten 15 und 45.
In diesen Taktfahrplan sind die Busse einbezogen.
Vor den Toren von Ostwestfalen-Lippe gibt es ein besonders gutes Beispiel mit dem Bahnhof Münster, in dem sich sehr viele Züge zur halben und vollen Stunde treffen, vom ICE bis zur Regionalbahn.
In Bielefeld klappt das noch nicht, weil die Fahrzeit von Hannover nach Bielefeld nicht eine Stunde und nicht eine halbe Stunde, sondern 50 Minuten beträgt. Das will der Deutschlandtakt ändern.

Integraler Taktfahrplan

Integraler Taktknoten Herford: Die Züge links kommen von Bad Bentheim (jetzt Hengelo), Paderborn und Bielefeld. Der Zug rechts nimmt Fahrgäste nach Hannover auf.Noch weiter rechts, nicht mehr im Bild, ist der Zug aus Minden angekommen und hast Fahrgäste gebracht, Wenig später kommt der Intercity nach Köln und nimmt Fahrgäste auf. Seit diesem Foto haben Verkehrsunternehmen und Fahrzeuge gewechselt, aber das Prinzip des Rundum-Anschlusses ist geblieben.

Gibt es im Fernverkehr schon einen Taktfahrplan?

Ja. Das wichtigste Beispiel ist der Bahnhof Hannover zur halben Stunde. Der ICE von Rhein und Ruhr nach Berlin hält zur halben Stunde (beide Richtungen). Der Intercity von Köln oder Norddeich kommt kurz vorher an und fährt kurz danach weiter nach Dresden. Weil von Hamburg nach Süden zwei ICE-Linien verkehren, hält eine kurz vor der halben Stunde und die andere kurz vor der halben Stunde. Von Hamburg aus gibt es immer einen Zug, mit dem man alle Anschlüsse mit kurzer Umsteigezeit erreicht. Die Regionalzüge kommen vor der halben Stunde an und fahren nach der halben Stunde ab.

Wenn das so perfekt geplant ist, warum muss ich in manchen Verbindungen lange warten?

Manche Strecke lässt nicht die notwendige Geschwindigkeit zu, um einen guten Anschluss zu gewährleisten. Dafür muss meistens gebaut werden, manchmal genügen auch schnellere Züge. Der Deutschlandtakt soll diese Mängel ermitteln und Vorschläge zur Verbesserung machen.

Wenn das so perfekt geplant ist, warum fahren dann immer wieder Züge weg und ich bekomme den Anschluss nicht?

Das hat viele Gründe. Baustellen, technische Probleme beim Kuppeln von Zügen, aber vor allem die Tatsache, dass es auf manchen Streckenabschnitten und in manchen Bahnhöfen sehr eng zugeht (Streckenabschnitt Minden – Hannover, Bahnhof Köln) führen dazu, dass ein verspäteter Zug den gesamten Fahrplan durcheinander bringt. Oft stehen die Züge im Stau, man sieht ihn nur nicht, weil kein Zug bis zum Schlusslicht des Zuges davor fährt. Das hat der Deutschlandtakt im Blick. Manchmal genügen einige Weiche, ein neuer Bahnsteig oder andere kleine Umbauten, die sich nicht politisch feiern lassen, aber enorm zur Pünktlichkeit beitragen.

Und was bringt der Rhein-Ruhr-Express?

Dort, wo sehr viele Züge fahren (müssen), kommen sie am besten voran, wenn sie gleich schnell fahren. Das betrifft besonders die Schienen zwischen Köln und Dortmund. Denn anders als auf der Autobahn gibt es keine „Überholspur“, und sie kann auch nicht gebaut werden. Daher hat man den Rhein-Ruhr-Express so konzipiert, dass er zwischen den schnellen ICE „mitschwimmen“ kann. Mit zwei „Tricks“ geht das: Im Rhein-Ruhr-Express steigen die Fahrgäste ebenerdig ein und aus, das geht viel schneller als bisher. Und der Rhein-Ruhr-Express zieht sehr schnell wie eine U-Bahn vom Bahnsteig weg und erreicht 160 km/h. Beim Bremsen wird diese Energie wieder zurückgespeist. Beim ICE geht das Ein- und Aussteigen langsamer, die Türen schließen langsamer, sie müssen viel höhere Geschwindigkeiten aushalten. Dafür schafft der ICE auf anderen Strecken 300 km/h, die er an Rhein und Ruhr nicht braucht.

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